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E50 Kupplung
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Seite 1 von 1

Autor:  botrob [ Do 13. Jul 2017, 23:25 ]
Betreff des Beitrags:  E50 Kupplung

Hallo zusammen

Habe mal eine Frage zur E50 Kupplung.
Was ist de Unterschied zwischen langen und kurzen Belägen?
Würdet ihr bei einem leichtem Tuning auf eine Rennkupplung umrüsten?
Oder nur Federn tauschen?

Danke für eure Tipps :-)

Autor:  gluglu81 [ Fr 14. Jul 2017, 09:45 ]
Betreff des Beitrags:  Re: E50 Kupplung

Um diese Frage zu beantworten muss man relativ weit ausholen damit die Funktionsweise verstanden wird.
Ist die Kupplung korrekt auf die Motorcharakteristik eingestellt spielt es keine Rolle ob kurze oder lange Beläge.

Das Thema selbst ist relativ komplex.
Um die Kupplung korrekt einzustellen muss erstmal der Motor bzw. der Vergaser korrekt abgestimmt sein.
Leider kann man nicht einfach das Eine machen und dann das Andere... Deshalb startet man mit einer Grundeinstellung welche auf einer Annahme und Erfahrungswerten beruht und optimiert dann diese Einstellungen.
Eine Kupplung sollte dann voll greifen wenn das optimale Drehmoment des Motors einsetzt.

Viele denken eine Rennkupplung sei besser. Das ist aber so nicht korrekt.
Die Vergaserabstimmung, das Getriebeöl, sowie die Leistungskurve des Motors welche durch das komplette Setup und natürlich auch massgeblich durch den Auspuff beeinflusst wird definieren den Arbeitspunkt wo die Kupplung greifen soll.
Leider verändert sich dieser Arbeitspunkt leicht mit der Temperatur und dem Verschleiss.

Eine Kupplung kennt 3 Zustände:
1. Greift nicht
2. Schleift
3. Greift voll

Zustand 1 sollte im Stand natürlich der Fall sein. Ich denke das ist soweit logisch
Zustand 2 sollte möglichst kurz sein, da dies zum Verschleiss der Kupplung und viel Verlust führt.
Zustand 3 sollte dann der Fall sein wenn der Motor in den optimalen Drehmomentbereich übergeht.

Eine Rennkupplung greift später, kürzer und fester. Wobei der Begriff „Rennkupplung“ natürlich sehr schwammig ist.
Da gibt es diverse Modifikationen und Hersteller welche sowas anbieten.

Für leichtes Tuning und den „normalen“ Strasseneinsatz reicht eine gut eingestellte normale Kupplung.
Für etwas mehr getunte Motoren sind härtere Federn bereits ausreichend, bei hochdrehenden Motoren empfiehlt sich eine Verstärkungsplatte.
„Rennkupplungen“ sind erst später ein Thema und für zu schwache Motoren sowieso nicht brauchbar.

Im AL Board findest du dazu auch noch Infos.

Jeder Motor ist ein bisschen anders. Auch wenn es etwas mühsam erscheint, das Beste ist immer noch, bzw. darum kommt man nicht rum: es einfach auszuprobieren…
Schrauben, schrauben, schrauben… das gibt Erfahrung. Erst wenn man weiss was falsch ist kann man es versuchen richtig zu machen.

Autor:  botrob [ So 16. Jul 2017, 14:31 ]
Betreff des Beitrags:  Re: E50 Kupplung

gluglu81 hat geschrieben:
Um diese Frage zu beantworten muss man relativ weit ausholen damit die Funktionsweise verstanden wird.
Ist die Kupplung korrekt auf die Motorcharakteristik eingestellt spielt es keine Rolle ob kurze oder lange Beläge.

Das Thema selbst ist relativ komplex.
Um die Kupplung korrekt einzustellen muss erstmal der Motor bzw. der Vergaser korrekt abgestimmt sein.
Leider kann man nicht einfach das Eine machen und dann das Andere... Deshalb startet man mit einer Grundeinstellung welche auf einer Annahme und Erfahrungswerten beruht und optimiert dann diese Einstellungen.
Eine Kupplung sollte dann voll greifen wenn das optimale Drehmoment des Motors einsetzt.

Viele denken eine Rennkupplung sei besser. Das ist aber so nicht korrekt.
Die Vergaserabstimmung, das Getriebeöl, sowie die Leistungskurve des Motors welche durch das komplette Setup und natürlich auch massgeblich durch den Auspuff beeinflusst wird definieren den Arbeitspunkt wo die Kupplung greifen soll.
Leider verändert sich dieser Arbeitspunkt leicht mit der Temperatur und dem Verschleiss.

Eine Kupplung kennt 3 Zustände:
1. Greift nicht
2. Schleift
3. Greift voll

Zustand 1 sollte im Stand natürlich der Fall sein. Ich denke das ist soweit logisch
Zustand 2 sollte möglichst kurz sein, da dies zum Verschleiss der Kupplung und viel Verlust führt.
Zustand 3 sollte dann der Fall sein wenn der Motor in den optimalen Drehmomentbereich übergeht.

Eine Rennkupplung greift später, kürzer und fester. Wobei der Begriff „Rennkupplung“ natürlich sehr schwammig ist.
Da gibt es diverse Modifikationen und Hersteller welche sowas anbieten.

Für leichtes Tuning und den „normalen“ Strasseneinsatz reicht eine gut eingestellte normale Kupplung.
Für etwas mehr getunte Motoren sind härtere Federn bereits ausreichend, bei hochdrehenden Motoren empfiehlt sich eine Verstärkungsplatte.
„Rennkupplungen“ sind erst später ein Thema und für zu schwache Motoren sowieso nicht brauchbar.

Im AL Board findest du dazu auch noch Infos.

Jeder Motor ist ein bisschen anders. Auch wenn es etwas mühsam erscheint, das Beste ist immer noch, bzw. darum kommt man nicht rum: es einfach auszuprobieren…
Schrauben, schrauben, schrauben… das gibt Erfahrung. Erst wenn man weiss was falsch ist kann man es versuchen richtig zu machen.



Vielen Dank für die genaue Erklärung! Jetzt verstehe ich das.
Ich habe noch eine kleine Frage.
Was ist der unterschied zwischen einem normalen Kupplungskorb und einem erleichtertem?
Was macht den Unterschied ob 21 oder weniger Zähne am Kupplungskorb?

Gruss

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